DEL: Endspurt nach Olympiapause |
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| Posted by Sebastian (admin) on Mar 03 2010 |
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Die Iserlohn Roosters haben durch eine 3:4 (0:0, 2:2, 1:2)-Niederlage in Ingolstadt den Sprung auf einen Play-off-Platz verpasst. Sie konnten nicht vom 1:4 (0:2, 0:0, 1:2) der Kölner Haie in Berlin profitieren. Nutznießer sind die Krefeld Pinguine, die gegen Straubing 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) gewannen und den Rückstand auf den zehnten auf drei Punkte verringern konnten.
Im Duell der Tabellennachbarn auf den Rängen acht und neun behielten die Adler aus Mannheim gegen Augsburg dank eines überragenden Lukas Lang beim 4:2 (1:0, 1:2, 2:0) die Oberhand. Gleichzeitig rutschten die Hannover Scorpions durch ein 3:4 (1:2, 0:1, 2:0, 0:0, 0:1) in Frankfurt aus den Top-6. Einen ungefährdeten 4:0 (0:0, 3:0, 1:0) fuhren unterdessen die zweitplatzierten Grizzly Adams Wolfsburg bei Schlusslicht Kassel Huskies ein. Der Vierte aus Nürnberg unterlag hingegen den Hamburg Freezers nach Verlängerung mit 1:2 (1:0, 0:0, 0:1, 0:1).
Lang hält Adler im Spiel
In Mannheim waren die Panther über weite Strecken das bessere Team, doch den ersten Treffer sollten die Hausherren markieren. Dan McGillis (9.) zog von der blauen Linie ab und hinter Augsburgs Goalie Dennis Endras schlug die Scheibe ein. Wenig später war dann aber die Partie für den Routinier beendet. Einem Check gegen die Bande folgte eine handfeste Auseinandersetzung und es hagelte Strafzeiten auf beiden Seiten. Darunter auch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen McGillis und auch Panther Colin Murphy, der Mcgillis nach Punkten besiegt hatte, durfte den vorzeitigen Gang in die Katakomben antreten.
Danach spielten nur noch die Fuggerstädter. Sie hatten die besseren Chancen, aber ein Tor wollte nicht gelingen. Stattdessen markierte Marcus King zehn Sekunden nach dem Seitenwechsel das 2:0. Auf Seiten der Gäste sollte es bis zur „Halbzeit“ dauern, ehe Bewegung auf die Anzeige kam. Thomas Jörg (31.) markierte mit seinem dritten Saisontor den Anschluss und Michael Kreitl (34.) glich aus. Er konnte einen Pfostenschuss von Benedikt Kohl noch verwerten.
Der erneute Rückstand war dann unglücklich für Augsburg. Scott King (44.) setzte einen Schuss von der Blauen ab, der jedoch mindestens drei Meter neben dem Tor eingeschlagen wäre, doch ein Verteidiger der Panther lenkte die Scheibe ins eigene Gehäuse. Augsburg versuchte noch mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen, doch Ronny Arendt nutzte die Gelegenheit zum 4:2-Endstand.
„Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden“, erklärte Augsburgs Coach Larry Mitchell anschließend. „Lukas Lang hat stark gehalten und war der beste Mann auf dem Platz. Er hat Mannheim den Sieg gesichert. Letztlich bin ich etwas enttäuscht, dass eine Fehler zum entscheidenden Tor, dem dritten, geführt hat. Das war ein leichter Scheibenverlust, den wir unbedingt vermeiden wollten. Dennoch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen – die Einstellung war gut.“
Teal Fowler schloss sich den Worten seines Kollegen an und ergänzte: „Das war heute kein gutes Spiel. Wir haben heute viele Fehler gesehen, aber eigentlich ist das auch nicht wichtig. Wichtig sind die Punkte.“
Vikingstad legt dreimal auf
In Hannover bestimmten die Lions vom Start weg die Partie und gingen folgerichtig in Führung. Jeff Ulmer (7.) besorgte die frühe Führung und Michel Periard (13.) nutzte ein Powerplay zum 2:0. Einen ihrer wenigen Angriffe konnten die Scorpions dann aber doch zum Anschluss nutzen. In numerischer Überlegenheit legte Tore Vikingstad für Aris Brimanis (18.) auf und dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen.
Erst im zweiten Durchgang kamen die Hausherren besser ins Spiel, aber Zählbares brachte nur Frankfurt auf den Videowürfel. Bei einem schnellen Konter wusste sich Hannover nur noch mit einer Notbremse zu helfen und den fälligen Penaltyschuss verwandelte Jeff Ulmer (36.) sicher zru erneuten Zwei-Tore-Führung. Die Niedersachsen sorgten jedoch in persona von Thomas Dolak (46.) für spannende Schlussminuten. Auch diesmal hatten Vikingstad seine Finger im Spiel – genauso wie beim Treffer von Sascha Goc (54.), der in Überzahl die Verlängerung erzwang. Diese brachte jedoch keinen Sieger und so musste das Penaltyschießen für die Entscheidung herhalten. Das bessere Händchen hatte hier Michel Periard, den den Lions den Zusatzpunkt sicherte.
Scorpions-Coach Hans Zach anschließend: „Nachdem Frankfurt die ersten beiden Drittel sehr gut war, waren wir im letzten Durchgang. Kein Jungs kämpfen immer und das haben sie auch heute gemacht. Wir freuen uns über den Punkt nach diesem Spielverlauf. Frankfurt ist technisch sehr stark.“
Frankfurts Rich Chernomaz meinte: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sehr gut gespielt und das mit nur 15 Feldspielern. Wir haben ein paar dumme Fehler gemacht, aber Ian Gordon hat uns im letzten Drittel und in der Verlängerung im Spiel gehalten.“
Berlin marschiert weiter
Die Eisbären kamen mit viel Schwung aus der Olympiapause und setzten die Haie früh unter Druck. Das zweite sich bietende Powerplay nutzte Richie Regehr (12.) zum 1:0 und Tyson Mulock (17.) legte noch vor der ersten Sirene nach. In Drittel zwei wendete sich das Blatt, aber Köln zeigte sich im Abschluss zu harmlos.
Erst Marcel Müller (43.) brachte den Domstädtern noch einmal Hoffnung. Berlin wäre aber nicht Berlin, hätte es nicht eine schnelle Antwort parat. Jeff Friesen (48.) stellte den alten Abstand wieder her, ehe die beiden Olympiafahrer Sven Felski (56.) und André Rankel in Koproduktion zur Vorentscheidung trafen.
Die beiden Trainer Don Jackson und Bill Stewart waren sich nach der Partie einig, dass Berlins Torwart Zepp „den Unterschied machte." Jackson stellte zudem fest: „Köln war in den letzten 40 Minuten das bessere Team."
Spieldauer für Soares
Nach einem torlosen ersten Durchgang hatten die Grizzlys kurz nach dem Seitenwechsel eine gute Gelegenheit in Führung zu gehen. Josh Soares hatte David Sulkovsky (22.) mit dem Schläger im Gesicht getroffen und nachdem dieser verletzt war, hatte Soares eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und Wolfsburg ein fünfminütiges Powerplay. Die Niedersachsen brachten jedoch nichts zählbares zu Stande.
Das holte dann aber Sebastian Furchner in der 33. Spielminute nach und wenig später schlug der Doppelpack zu. Peter Sarno (37.) erhöhte auf 2:0 und nur 71 Sekunden später legte John Laliberte mit sechs Feldspielern auf dem Eis, gegen Kassel war eine Strafe angezeigt, noch einmal nach. Den 4:0-Endstand besorgte schließlich Ken Magowan (53.).
„Adam Hauser hat uns heute 30 Minuten lang die Chance auf Überraschung eine gegeben, aber nach dem Gegentor hat man die Klasse der Grizzlys gesehen. Wolfsburg hat verdient gewonnen“, sagte Huskie-Coach Stephane Richer.
Sein Gegenüber, Anton Krinner, resümierte: Im ersten Drittel hat man gesehen, dass Kassel schon ein Spiel hatte, aber ab dem zweiten Durchgang wurde es bei uns minütlich besser. Wir haben die Geduld bewahrt und das Spiel schließlich im Griff gehabt.“
Stephens trifft doppelt
In den beiden ersten Durchgängen machte Charlie Stephens in einem ausgeglichenem Spiel den Unterschied zu Gunsten Krefelds. Der Center besorgte in der 15. Spielminute zunächst die Führung im Powerplay und auch das 2:0 (33.) erzielte er mit einem Mann mehr auf dem Eis.
Das letzet Drittel begann dann gut für den Meister von 2003. Daniel Pietta (43.) erhöhte im Powerplay auf 3:0. Straubing konnte durch Calvin Elfring (45.) zwar verkürzen, erneut war die Strafbank versetzt, doch die Hoffnung der Tigers auf eine erneute Aufholjagd wurde im Keim erstickt. Herberts Vasiljevs (49.) stellte mit dem einzigen Treffer im Spiel Fünf gegen Fünf den alten Abstand wieder her und entschied die Partie.
Fehlen wird Straubing in der kommenden Partie Brian Maloney. Der Stürmer war mit einer Strafe wegen Stockschlags nicht einverstanden und beschwerte sich konsequent. Ergebnis war eine Spieldauerstrafe gegen den Kanadier.
Krefelds Trainer Rick Adduono war „für das erste Spiel nach der Olympiapause" zufrieden und erklärte: „Wir haben hart trainiert, vor allem das Powerplay, und das hat man heute gesehen. Wir haben dreimal in Überzahl getroffen. Jetzt gilt es die Form zu wahren und die nächsten Spiele zu nutzen."
Karalahti trifft bei Rückkehr
Hamburg überrollte die Thomas Sabo Ice Tigers im ersten Durchgang, doch mit einer Führung im Rücken in die Kabine gingen Nürnberger. Greg Leeb (8.) hatte einen vor nur acht Torschüssen hinter Robert Goepfert im Kasten der Freezers untergebracht. Die Freezers scheiterten hingegen 20 Mal an Patrick Ehelechner. Diesem Rückstand rannten die Hanseaten lange hinterher.
Im Vorfeld der Partie hatte Freezers-Coach Paul Gardner darauf hingewiesen, wie wichtig die Rückkehr von Jere Karalahti für sein Team sei und der Finne gab ihm, nachdem er seine fünf Spiele Sperre abgesessen hatte, recht. Stephan Retzer hatte abgezogen und der Finne überwand den überragenden Ehelechner in der 49. Spielminute. Weitere Tore wollten jedoch nicht fallen und so ging die Partie in die Verlängerung. Hier hatten es die Nordlichter dann etwas eiliger. Jason King beendete die Partie in der dritten Minute der Overtime auf Zuspiel von Richard Mueller.
„Der einzig positive Aspekt an diesem Spiel ist der gewonnen Punkt“, meinte Nürnbergs Trainer Andreas Brockmann zerknirscht und fuhr fort: „Hamburg hat völlig verdient gesiegt, weil es sowohl beim Torschuss als auch in den Zweikämpfen viel aktiver war. Wir haben uns zu passiv verhalten und haben nach der langen Pause keine gute Leistung gezeigt. In den kommenden Spielen müssen wir wieder zu dem kompakten Spiel finden, welches uns in der Vergangenheit stark gemacht hat."
Paul Gardner sagte: „Ich freue mich sehr über diesen Erfolg. Die Zuschauer haben heute ein tolles Eishockeyspiel gesehen. Meine Mannschaft hat verdient gewonnen, weil sie von der ersten Minute an toll gekämpft und immer wieder ihre Chance gegen den starken Ehelechner gesucht hat. Wir haben das Spiel bestimmt."
Jason King, der die Partie in der Overtime entschied: „Es ist immer schön, das Siegtor zu schießen. Wir haben heute als Mannschaft toll gespielt, jeder hat seinen Teil zum Erfolg beigetragen. Drei Punkte wären natürlich besser gewesen, aber auch die zwei nehmen wir gerne mit."
„Mit unserer Leistung sind wir natürlich nicht zufrieden. Jeder im Team weiß eigentlich, dass es um die Wurst geht, doch keiner hat 110% gegeben. Deswegen haben wir heute nur einen Punkt gegen die Freezers geholt“, zeigte sich Ice Tiger Patrick Ehelechner unzufrieden.
Roosters verpassen Rang zehn
Zwei Punkte fehlten den Roosters vor der heutigen Partie auf die zehntplatzierten Haie, doch die Sauerländer konnten von der Niederlage der Domstädter nicht profitieren. Nach einem torlosen ersten Drittel benötigte Joe Motzko nur 83 Sekunden um den ERC in Front zu bringen. Quinn Hancock (26.) konnte jedoch schnell ausgleichen und auch auf den Treffer von Michael Waginger (32.) fanden die Gäste eine Antwort. Diesmal war Jimmy Roy (39.) erfolgreich.
Erst in den letzten 20 Minuten konnte sich Ingolstadt ein wenig absetzen. Im Powerplay brachte Carl Corazzini (48.) die Bayern wieder in Führung und Thomas Greilinger (55.) traf zur vermeintlichen Vorentscheidung. Iserlohn gab sich jedoch noch nicht geschlagen und kam durch Mads Christensen noch einmal heran. Der Ausgleich wollte aber auch mit sechs Feldspielern nicht mehr gelingen.
Last changed: Mar 03 2010 at 1:13 AM
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