DEL: Der Sonntag |
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| Posted by Sebastian (admin) on Feb 08 2010 |
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Mit dem zweiten Sieg in Folge haben die Adler aus Mannheim den ihren Platz in den Play-offs halten können. Sie besiegten die zweitplazierten Metro Stars im ISS Dome mit 5:4 (0:0. 2:0, 3:4). Von der dritten Niederlage der DEG in Serie haben die Grizzly Adams Wolfsburg profitiert, die gegen Nürnberg ein 5:1 (1:0, 2:1, 2:0) holten und bis auf einen Punkt an die Rheinländer heranrücken.
Mannheims ärgster Konkurrent aus Iserlohn zog unterdessen mit und gewann in Frankfurt mit 3:1 (1:0, 2:1, 0:0), während die Krefeld Pinguine in Kassel nicht über ein 2:6 (0:1, 1:3, 1:2) hinauskam. Ihre Chance auf die Play-offs wahrten die Straubing Tigers, die gegen den bayerischen Kontrahenten ERC Ingolstadt einen ungefährdeten 5:0 (1:0, 0:0, 4:0)-Heimerfolg einfuhren.
Beste Offensive der Liga kommt zum erliegen
Im bayerischen Derby spielten die Tigers Ingolstadt in der Anfangsphase an die Wand, doch mehr als das 1:0 durch Eric Meloche (7.) sprang für die Gastgeber zunächst nichts heraus. Der ERC fand erst im zweiten Drittel ins Spiel, aber keinen Weg an Straubings Torwart Mike Bales vorbei. Nach einem halten des Stocks musste Panther Joe Motzko in die Kühlbox und nachdem sich Sekunden später eine Rangelei auf dem Eis entwickelte, fand sich der ERC in doppelter Unterzahl wieder – das sollte Folge haben.
Im Duell des schlechtesten Powerplays der Liga mit dem viertbesten Penaltykilling, zeigten die Gastgeber, das Statistiken nicht alles sind. Nur 49 Sekunden nach dem zweiten Seitenwechsel stellte Karl Stewart die Anzeige auf 2:0 und als Ingolstadt gerade wieder vollzählig war, legte Eric Meloche nochmals nach.
Der ERC nahm sich durch weitere Strafen selbst die Möglichkeit noch einmal zurückzukommen und die Tigers waren eiskalt. Mit zwei weiteren Überzahltoren stellten William Trew (54.) und Stephan Wilhelm (60.) den 5:0-Endstand her. Nach der zweiten zu-null-Niederlage in Folge warten die Panther, die bis heute Mittag noch den besten Angriff der Liga stellten, seit über 140 Minuten auf ein Tor.
„Gratulation an Jürgen (Rumrich, Trainer der Ice Tigers, Anm. d. Red.). Straubing hat großartige Arbeit geleistet. Bei uns funktioniert das Powerplay derzeit nicht so, wie wir uns das vorstellen. Wir sind momentan in einer Talsohle, die wir durchschreiten müssen, aber ich hoffe, das wir in den letzten Spielen vor Olympia wieder punkten.
Jürgen Rumrich freute sich: „Riesen Respekt an meine Mannschaft. Sie haben eine große Leistung abgeliefert vom ersten bis zum letzten Mann. Ich will heute niemanden hervorheben. Das war heute auch ein gutes Spiel für die Zuschauer. Ich hoffe, dass es so weiter geht.“
Spieldauer für Robert Leask
Wolfsburg und Nürnberg lieferten sich ein Spiel mit offenem Visier, doch der EHC war treffsicherer. Kai Hospelt (17.) brachte die Gastgeber in Front und Mike Green (22.) erhöhte auf 2:0. Als Ice Tiger Robert Leask (26.) nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge den verfrühten Gang in die Kabine antreten musste, hatten die Grizzlys eine fünfminütige Überzahl, doch die Gäste brachten die Strafe über die Zeit und so konnte Roland Mayr (37.) den Anschluss herstellen.
Das Ergebnis hatte jedoch nicht lange bestand. In numerischer Überlegenheit besorgte Jan-Axel Alavaara (38.) wieder den alten Abstand. Die Entscheidung in der Partie sollte schließlich ein Doppelpack bringen. John Laliberte (57.) und Jason Ulmer keine Minute später trafen zum 5:1 und machten damit alles klar.
„Wolfsburg war über 60 Minuten die läuferisch bessere und aggressivere Mannschaft. Wir haben die Spieldauer gut überstanden, aber bei nur fünf Verteidigern kostet das viel Energie. Der Sieg geht in Ordnung, auch wenn er etwas zu hoch ausgefallen ist“, meinte Andreas Brockmann, Trainer der Ice Tigers, auf der anschließenden Pressekonferenz.
Auf Seiten der Grizzlys sagte Anton Krinner: „Das erste Drittel war das schlechteste der Saison. Da hat uns Daniar Dshunussow mit seinen Paraden im Spiel gehalten. Nach einer deutlichen Ansprache in der Drittelpause habe ich dann eine andere Mannschaft gesehen und ich denke, nach dem Spielverlauf ist der Sieg gerecht.“
Aus den Birken hält Sieg fest
Vor eigenem Publikum brauchten die Lions einige Zeit, um in die Partie zu finden. Erst zur Halbzeit konnte Thomas Oppenheimer (33.) für die Hessen treffen, die zudem Zeitpunkt aber bereits mit drei Toren hinten lagen. Robert Hock (6.) und Michael Wolf (26.) hatten für die Sauerländer getroffen, ehe Jeff Giuliano (30.) den Vorsprung auf drei Tore ausbaute.
Fort an waren es aber die Frankfurter die spielten. Iserlohn konnte nur noch selten für Entlastung sorgen, aber Goalie Danny Aus den Birken hielt das Ergebnis fest. Richtig hektisch wurde es für die Gäste in der Schlussphase der Partie. Mit Jimmy Roy und Marty Wilford waren gleich zwei Roosters-Akteure auf der Strafbank und die Lions witterten noch einmal eine Chance auf Punkte. Coach Rich Chernomaz ersetzte Goalie Ian Gordon durch einen weiteren Feldspieler, doch auch so sollte kein Treffer mehr gelingen.
Ulrich Liebsch gratulierte anschließend seinen Roosters und sagte: „Wir haben in dieser Saison jetzt viermal gegen Frankfurt gewonnen und heute auch eine sehr gute Leistung gezeigt. Wir sind jetzt wieder im Rennen um die Play-off-Plätze.
Rich Chernomaz erklärte nach der Niederlage gegen den Angstgegner: „Wir haben heute nicht clever genug gespielt. Wenn man fünf Spiele in zehn Tagen hat und fünf Spieler fehlen, muss man bessere Entscheidung treffen. Iserlohn hat verdient drei Punkte mitgenommen.“
Zeit reicht nicht für Aufholjagd
Nach einem torlosen ersten Durchgang nahm die Partie im ISS Dome gegen Ende des zweiten Drittels fahrt auf. Mit einem Doppelschlag konnten Scott King (38.) und Marcus King (39.) die Adler in Front bringen und diese nahmen den Schwung mit in die letzten 20 Minuten. Colin Forbes (53.) legte das 3:0 nach und einmal in Schwung trafen auch noch Ronny Arendt (46.) und Justin Papineau (47.) zur vermeintlichen Entscheidung.
Die beiden einzigen Strafen im letzten Durchgang sollten die Metro Stars aber noch einmal ins Geschäft bringen. Mit Ablauf der Ersten erzielte Adam Courchaine (50.) das 5:1 und nur 16 Sekunden später traf auch noch Patrick Reimer. Als dann auch noch Daniel Kreutzer (53.) und Shane Joseph (59.) Düsseldorf wieder bis auf ein Tor heranbrachten, war alles bereits für eine hitzige Schlussphase. DEG-Coach Harold Kreis nahm Goalie Jean-Sebastian Aubin vom Eis, aber die Adler brachten das Ergebnis gegen anstürmenden Metro Stars über die Zeit.
„Wir haben in den ersten 45 Minuten alles richtig gemacht, aber die letzten 15 Minuten haben gezeigt, was wir für eine interessante Mannschaft in Mannheim haben“, zeigte sich Teal Fowler trotz des Sieges nicht ganz zufrieden. Der Adler-Coach weiter: „Das war ein Sinnbild für unsere Probleme in dieser Saison. Spielen wir einfach, können wir jeden schlagen, spielen wir kompliziert, passiert so etwas wie hier in Düsseldorf.“
„Das einzig Positive war, dass wir das 0:5 nicht einfach hingenommen haben“, sagte Düsseldorfs Verantwortlicher an der Bande, Harold Kreis. „Meine Mannschaft hat nach vorne gekämpft und sich aufgeopfert. Wir sind in einem kleinen Formtief und haben über 120 minuten nicht mehr getroffen. Da war es wichtig und positiv, dass wir noch zum Erfolg gekommen sind.“
Pinguine kommen unter die Räder
Nach den beiden Siegen gegen Berlin und Düsseldorf sollten die Pinguine ausgerechnet bei Schlusslicht Straubing straucheln. Die Rheinländer fanden zu keiner zeit richtig in die Partie und so konnten Hugo Boisvert (5.) und Pierre-Luc Sleigher (25.) in Führung bringen. Allan Rourke (33.) konnte zwar den zwischenzeitlichen Anschluss herstellen, doch die Heimstarken Gastgeber zeigten sich nicht beeindruckt.
Per Doppelschlag durch Sleigher (35.) und Boisvert (36.) zogen sie wieder davon und im Schlussdrittel traf dann auch noch Alexander Heinrich für die Huskies. Als dann auch noch Allan Rourke (49.) nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge früher frei hatte, ließen es sich die Gastgeber in persona von Philipp Schlager (53.) nicht nehmen das 6:1 herzustellen. Per Penaltyschuss konnte Daniel Pietta (56.) nur noch Ergebniskosmetik betreiben.
Die Nachmittagsspiele:
Die Hannover Scorpions haben sich in einem engen Spiel zurück in die Top-6 gespielt. Sie setzten sich am Nachmittag mit 3:2 (2:0, 0:2, 0:1) gegen die Kölner Haie durch und liegen jetzt einen Punkt vor den punktgleichen Teams aus Frankfurt und Ingolstadt, die am Abend spielen. Gleichzeitig knackten die Eisbären Berlin durch ein 4:2 (3:1, 1:1, 0:0) über Hamburg die 100-Punktemarke.
Spieldauer für Jaspers
Die Kölner Haie ließen im ersten Drittel keinen Zweifel daran, dass sie noch den sechsten Rang erreichen wollen. Nachdem die ersten Minuten noch den Scorpions gehörten, drehten die Gäste auf und erspielten sich gute Chancen. Das erste Powerplay des KEC verpuffte noch ohne nennenswerte Gelegenheiten, doch das zweite beendete Mats Trygg (13.) mit einem Schuss in den Winkel vorzeitig.
Kurz darauf fanden sich die Domstädter in doppelter Überzahl wieder und auch hier ließen sich sich nicht lange bitten. Jason Jaspers bediente Marcel Müller (17.) am langen Pfosten und der musste nur noch den Schläger hinhalten. In Abschnitt zwei meldete Klaus Kathan mit einem Pfostentreffer die Ansprüche Hannovers auf einen Sieg an und wenige Sekunden später traf Andre Reiß (21.) zum frühen Anschluss.
Köln war weiter das optisch bessere Team, doch nachdem Christoph Ullmann (32.) alleine vor Scorpions-Goalie Travis Scott auftauchte und scheiterte, glich Aris Brimanis quasi im Gegenzug aus. Sein Handgelenkschuss fand den Weg durch Freund und Feind und schlug hinter Lars Weibel genau im Knick ein. Danach mussten die Haie froh sein mit dem Remis in die zweite Pause gehen zu können. Zwei Pfostentreffer hatten die Hausherren zu verzeichnen und Matt Dzieduszycki (39.) traf das leere Tor nicht.
Eine fünfminütige Unterzahl nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Jason Jaspers überstanden die Kölner in den letzten 20 Minuten noch ohne Gegentor, aber als kurz darauf Bryan Adams in die Kühlbox musste, machte es Dzieduszycki (51.) besser und schoss sein Team erstmals in Führung. Damit im Rücken zogen sich die Scorpions in die eigene Zone zurück und die Haie drängten auf den Ausgleich. Gegen Mats Trygg (53.) und Ivan Ciernik (59.) rettete jedoch jeweils der Pfosten und so konnten die Scorpions die drei Punkte in Niedersachsen behalten.
„Ich bin froh, dass meine Mannschaft so reagiert hat. Mit dem Hintergrund, dass Chris Herperger ausgefallen ist und der Einsatz von Matt Diesel kurz vor Spielbeginn auch sehr fraglich war“, erklärte Hans Zach auf Seiten der Scorpions. „Auch Tino Boos hat in seinem ersten kompletten Spiel eine ausgezeichnete Leistung gezeigt. Es zeigt den Charakter der Mannschaft, dass sie zu Hause solch knappe Spiele gewinnt. Jetzt müssen wir schauen, dass wir am Dienstag nachlegen. Das Fehlen von Tore Vikingstad und Andre Reiß müssen die wir dann ausgleichen.“
Kölns Trainer Bill Stewart anschließend: „Beide Mannschaften haben sehr hart gespielt. Im ersten Drittel waren wir sehr stark, haben aber ab dem zweiten Durchgang zu viele Strafen gezogen. Wenn keine Disziplin da ist, dann passiert halt das, was passiert ist. Zwei Tore in Unterzahl – das war die Entscheidung.“
Felski schießt Eisbären zum Sieg
In einem guten ersten Durchgang der Berliner gingen die Freezers durch Francois Fortier (12.) in Überzahl in Führung, doch diese hatte nicht lange bestand. TJ Mulock (13.) und André Rankel (14.) drehten die Partie mit einem Doppelschlag und eine weitere Minute später legte Sven Felski für den Meister nach. Das Berliner Urgestein hätte sogar noch das 4:1 (17.) nachlegen können, doch das Gestänge war im Weg.
Hamburg konnte sich in Durchgang zwei aus der Umklammerung des Primus befreien und erarbeite sich gute Chancen auf den Anschluss, Clarke Wilm (25.) konnte eine davon nutzen und sein team blieb weiter überlegen. Was Effizienz ist zeigte aber nur wenig später der Meister. Constantin Braun setzte Sven Felski (36.) in Szene und dieser bedankte sich mit dem 4:2.
Berlin verwaltete in der Folge das Ergebnis und Hamburg bemühte sich erfolglos. Trotz zwei Toren Rückstandes nahm Freezers-Coach Paul Gardner in den letzten zwei Minuten den Goalie zu Gunsten seines weiteren Feldspielers vom Eis, aber es blieb bei dem Ergebnis.
„Hamburg hat kein schlechtes Spiel gezeigt, unser Tempo hat allerdings den Unterschied ausgemacht. Als die Freezers zwischenzeitlich nah am Ausgleich waren, hat Zepp stark gehalten und die Führung verteidigt", analysierte Eisbären-Coach Don Jackson die Partie.
Sein Gegenüber, Paul Gardner, meinte: „Wenn man in Berlin Fehler macht und gleichzeitig seine Chancen nicht nutzt, wird das gnadenlos bestraft. Meine Jungs haben alles gegeben und gekämpft, die Eisbären befinden sich spielerisch allerdings auf einem anderen Niveau."
Kapitän Clarke Wilm sagte zu der Niederlage: „Wir haben über weite Strecken der Partie gut mithalten können, allerdings haben uns die Gegentreffer im ersten Drittel das Genick gebrochen. In diesen Situationen standen wir zu weit weg von unseren Gegenspielern und haben mit zu wenig Körpereinsatz gespielt. Eine Spitzenmannschaft wie Berlin nutzt diesen Freiraum sofort aus."
Last changed: Feb 08 2010 at 5:35 AM
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