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DEL: DEG verliert Derby

Eishockey
Posted by Sebastian (admin) on Feb 06 2010
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Die Eisbären Berlin haben ihren Vorsprung durch ein 5:3 (1:1, 3:2, 1:0)-Erfolg gegen Wolfsburg auf 16 Zähler ausbauen können. Sie profitierten dabei von den Niederlagen der Verfolger. Die zweitplazierten DEG Metro Stars ließen durch ein 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) in Krefeld Federn und die Thomas Sabo Ice Tigers unterlagen den Straubing Tigers mit 3:4 (1:0, 2:1, 0:2, 0:1) nach Verlängerung.

Zudem müssen die Hannover Scorpions nach der 3:5 (1:1, 2:1, 0:3)-Niederlage in Augsburg den Heimweg ohne Punkte antreten. Ebenfalls Profit aus den Ergebnissen schlagen konnten die Frankfurt Lions, die sich in Hamburg mit 5:3 (3:1, 1:1, 1:1) durchsetzten und auf den sechsten Rang vorrücken; punktgleich mit dem Fünften aus Ingolstadt, der bereits gestern gegen Mannheim 0:4 (0:3, 0:0, 0:1) unterlag. Einen Schritt aus der Krise machten derweil die Iserlohn Roosters, die gegen Schlusslicht Kassel durch ein 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) drei Zähler holten und dadurch wieder Kontakt zu den Play-off-Rängen hergestellt haben.

Shutout für Langkow

Wie schon gegen Primus Berlin präsentierten sich die Pinguine im Derby mit den Metro Stars stark und ließen die Verletzungssorgen vergessen machen. Lediglich ein Treffer fehlte, um die Überlegenheit auf die Anzeige zu bringen. Erst Charlie Stephens (29.) konnte für die Gastgeber eine der zahlreichen Chancen verwerten.

Von Düsseldorf war über weite Strecken wenig zu sehen. Lediglich im Powerplay konnten sie Druck auf den Kasten von Scott Langkow ausüben, aber der war auf dem Posten. Als Herberts Vasiljevs (52.) nach der üblichen Kombination über Daniel Pietta und Boris Blank auf 2:0 erhöhte, lief der DEG langsam die Zeit davon. Drei Minuten vor dem Ende wähnten sich die Gäste schon auf ein Tor herangekommen, doch nach dem Video beweis wurde auf kein Tor entschieden. Düsseldorf warf dennoch noch einmal alles nach vorne, aber Langkow ließ sich auch gegen sechs Feldspieler der Metro Stars das Shutout nicht mehr wegnehmen.

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft“, freute sich Krefelds Verantwortlicher an der Bande, Rick Adduono. „Wir hatten großen Respekt vor Harold Kreis und seiner Mannschaft und daher bin ich sehr glücklich mit den drei Punkten. Es ist aber noch ein sehr langer Weg bis zu Platz zehn und am Sonntag wartet in Kassel wieder eine schwere Aufgabe.“

Harold Kreis sagte: „Gratulation an Rick Adduono und sein Team. Seine Mannschaft hat über 60 Minuten hart gearbeitet. Wir haben zwei Fehler im Stellungsspiel gemacht und die Pinguine haben beide ausgenutzt. Krefeld spielte mit mehr Engagement und wir konnten unsere Powerplays nicht nutzen. Wenn man keine Tore schießt, kann man auch nicht gewinnen. Die drei Punkte gehen für die Pinguine absolut in Ordnung.“

Ice Tigers verspielen Führung

Bereits in der vierten Spielminute durften die Ice Tigers gegen Straubing in doppelter Überzahl agieren, doch die Gäste brachten die zeit gut vorüber und übernahmen fort an das Kommando. Trotz 14 Schüssen in Richtung Patrick Ehelechner im Tor der Hausherren gelang es ihnen jedoch nicht in Führung zu gehen. So kam es wie es kommen musste und Andre Savage (19.) traf zum 1:0 für die Hausherren.

Die Bayern erwischten jedoch einen guten Start in den Mittelabschnitt und William Trew (21.) glich früh aus. Nürnberg konnte jedoch nur wenig später ein Powerplay nutzen, um wieder in Front zu sein und in der Folge agierten die Franken aus einer sicheren Defensive. Morton Ask (40.) belohnte sie dafür wenige Sekunden vor der zweiten Sirene.

Ein Fehler der Ice Tigers im Überzahlspiel ließ Straubing jedoch spät noch einmal zurückkommen. Eric Meloche (54.) sorgte in Unterzahl für den Anschluss und für Hoffnung beim Team von Coach Jürgen Rumrich. Die Bayern übernahmen das Zepter und ließen keine Zweifel an ihren Play-off-Ambitionen aufkommen. Als Mike Bales seinen Kasten zu Gunsten eines weiteren Feldspielers geräumt hatte, glich Calvin Elfring aus und die Tigers nahmen den Schwung mit in die fällige Verlängerung. Eric Meloche (63.) sorgte schließlich dafür, dass Straubing nicht nur in der Verlängerung ungeschlagen bleibt, sondern auch drei wichtige Zähler mit nach Hause nimmt.

„Um noch eine Chance zu haben den zehnten Rang zu erreichen, müssen wir in jedem Spiel wollen. Wir haben heute ein sehr gutes erstes Drittel gespielt. Nach dem Rückstand hat meine Mannschaft Charakter gezeigt und ist noch einmal zurückgekommen. Ich bin stolz auf mein Team“, erklärte Tigers-Coach Jürgen Rumrich zufrieden.

Sein Gegenüber, Andreas Brockmann, meinte: „Wir hängen zur Zeit in einem Loch. Solle Phasen gibt es in einer Saison – das ist völlig normal. Es geht aber nicht, dass bei einer 3:1-Führung nicht mehr zurückgearbeitet wird. Da war zuviel Egoismus im Spiel und deswegen haben wir verloren.“

Roosters verlegen sich auf Defensive

In Iserlohn sollten nur Treffer fallen, wenn die Kühlbox der Gastgeber besetzt war. Im Powerplay der Sauerländer angelte sich Huskie Ryan Kraft (10.) die Scheibe und beendete das Break mit einem Unterzahltor zur Führung. Beide Teams begegneten sich in der Folge auf Augenhöhe und als Sebastian Bisaillon etwas zu grob wurde und auf die Strafbank musste, war Quinn Hancock (14.) mit dem Ausgleich zur Stelle.

In den zweiten 20 Minuten waren die Hausherren dann überlegen, aber erneut musste ein Powerplay für einen Treffer herhalten. Michael Wolf (27.) zeigte sich nach Zuspiel von Mark Ardelan dankbar. Kassel versuchte noch einmal alles, um einen Punkt aus dem Sauerland mitzunehmen, doch auch gegen sechs Huskies im Angriff retteten die Roosters das knappe Ergebnis und die drei Punkte über die Zeit.

Insgesamt ließen die Iserlohner nur 23 Torschüsse zu und ließen damit der Ankündigung, die Defensive verstärken zu wollen, Taten folgen.

Wright erweist sich als Glücksgriff

Beim Gastspiel in der Hansestadt gingen die Lions durch Thomas Oppenheimer (7.) in Führung, aber Alexander Barta (10.) glich mit einer Einzelleistung wieder aus. Das Remis hatte jedoch nicht lange Bestand, denn nur eine Minute später hatte Jeff Ulmer die Gäste wieder nach vorne gebracht. Per Penaltyschuss hätte er sogar noch einmal nachlegen können, doch Goepfert hielt das knappe Ergebnis fest. Hamburg drängte in der Folge in Richtung Lions-Gehäuse, wurde aber von Jamie Wright (20.) klassisch ausgekontert.

Christoph Gawlki (30.) legte noch das 4:1 nach, doch Francois Fortier verkürzte nur wenige Sekunden später und sorgte für Hoffnung beim Team von Paul Gardner. Die Hanseaten drückten weiter auf den Anschluss und erneut war Fortier (55.) erfolgreich. Damit war alles war für eine spannende Schlussphase bereitet. Das Spiel ging in der Folge hoch und runter und beide Torhüter fanden genügend Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Da sowohl Ian Gordon, als auch Robert Goepfert diese nutzten, brachte ein Emptynet-Treffer von Eric Schneider 17 Sekunden vor der Schlusssirene die Entscheidung zu Gunsten der Hessen.

Erneut eine starke Partie lieferte Jamie Wright ab. Der Stürmer, der erst spät in dieser Saison lizenziert wurde, beteiligte sich erneut mit drei Scorerpunkten in der Offensive. Insgesamt hat er nun in nur 17 Saisonspielen sieben Tore erzielt und acht weitere aufgelegt.

„Wir standen trotz der Ausfälle recht gut in der Defensive. Es war allerdings eine bittere und unnötige Niederlage“, meinte Gardner anschließend und richtete den Blick auf die kommenden Aufgaben: „Wir müssen weiter nach vorn schauen, auch wenn das heute erstmal schwer fällt - wir wollen und dürfen nicht aufgeben!"

Rich Chernomaz erklärte auf Seiten der Lions: „Wir haben sehr stark begonnen und sehr schnell zwei tolle Tore erzielt. Nach dem dritten Treffer der Freezers hat Hamburg noch einmal Druck gemacht. Meine Jungs konnten aber kämpferisch überzeugen, wir haben letztendlich verdient gewonnen!"

Eisbären Berlin gegen Grizzly Adams Wolfsburg

Die Grizzlys zeigten im ersten Drittel gegen Primus Berlin, weshalb sie den dritten Rang inne haben. Über weite Strecken spielten sie den meister an die Wand, aber diese zeigte auch, was Effizienz ist. Einen der wenigen Gegenstöße beendete Tyson Mulock (11.) zum 1:0. Die Reaktion der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten und nachdem Ken Magowan (13.) egalisierte hatte, mussten die Eisbären froh sein, mit einem Unentschieden in die Pause zu dürfen.

Im Anschluss zeigten sich die Berliner wie ausgewechselt. Florian Busch (22.) und André Rankel (27.) brachten sie mit zwei Treffern in Front. Wolfsburg gab sich jedoch noch nicht geschlagen. Bis zur „Halbzeit“ hatten Norm Milley (29.) und Jason Ulmer (31.) alles wieder zurück auf Anfang gestellt. 25 Sekunden vor dem zweiten Gang in die Katakomben traf Constantin Braun zum 4:3 für den Meister und ein Powerplaytor von Stefan Ustorf (52.) stellten den alten Abstand wieder, der dann auch bis zum Ende bestand hatte.

Strafen kosten Hannover das Spiel

In Augsburg egalisierten Connor James (19.) und Christian Chartier (33.) zweimal die Führung der Scorpions aus, für die Thomas Dolak (17.), in Überzahl, und Tore Vikingstad (28.) erfolgreich waren. Der Jubel nach dem zweiten Ausgleich fiel jedoch etwas zu lange aus, denn nur 50 Sekunden später lagen die Gäste durch Sascha Goc wieder in Front.

Hannover lieferte im Schlussabschnitt im Spiel Fünf gegen Fünf eine gute Leistung ab, aber die eingehandelten Strafen sollten sich rächen. Bereits in der 42. Spielminute stellte Chris Collins das erneute Remis her und mit einem weiteren Tor in numerischer Überlegenheit durch Rhett Gordon (51.) hatten die Panther das Spiel gedreht. Scorpions-Coach Hans Zach versuchte noch mit einem weiteren Feldspieler eine Zugabe zu erzwingen, aber Brett Engelhardt beendet die Ambitionen der Gäste mit einem Schuss ins leere Tor.

Mannheim kann doch noch gewinnen

Die Adler aus Mannheim haben sich bereits am Donnerstag durch ein 4:0 (3:0, 0:0, 1:0) in Ingolstadt im Kampf um Platz zehn etwas Luft verschafft. Durch den Dreier haben die Kurpfälzer zumindest bis morgen vier Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Gleichzeitig kann der ERC morgen bereits auf den sechsten Rang zurückfallen.

Den Grundstein zum Sieg gegen den ERC legten die Adler bereits in den ersten 20 Minuten. Gleich das erste Powerplay nutzten die Mannheimer zur Führung James Pollock (5.) war mit einem Schuss in den Winkel erfolgreich als Bruno St. Jacques in der Kühlbox war. Kaum wieder zurück im Spiel konnte St. Jacques den Gang in die Kabine antreten, nachdem er Mannheims Hackert mit dem Schläger im Gesicht getroffen hatte und dieser offensichtlich verletzt war.

Auch diese Möglichkeit nahmen die Gäste gerne an und im Nachschuss legte Scott King (6.) nach. Ingolstadt kam jetzt besser ins Spiel, konnte aber trotz guter Chancen und einer doppelten Überzahl nicht den Anschluss erzielen. Stattdessen traf Tomas Martinec, der von Ronny Arend in Szene gesetzt wurde, 28 Sekunden vor der Sirene zum 3:0. Noch vor dem Seitenwechsel verhinderte die Latte das 1:3 für den ERC durch Tim Hambly.

Mannheim blieb das optisch bessere Team, doch ein weiterer Treffer wollte zunächst nicht gelingen und für Ingolstadt war bei Fredrick Brathwaite, der eine überragende Partie ablieferte, Endstation. Die beste Chance für die Hausherren hatte Michael Bakos, der nach einem Break alleine vor dem Goalie der Adler auftauchte.

In den letzten 20 Minuten wurde die Defensive Mannheims nachlässig und die Bayern kamen zu zahlreichen Möglichkeiten noch zu verkürzen. Brathwaite hielt sein Shutout jedoch, auch gegen einen weiteren Alleingang von Michael Waginger fest. Für den 4:0-Endstand sorgte dann Ronny Arendt (53.), der dieses Mal von Martinec bedient wurde.

„Der Schlüssel zum Sieg waren heute unsere Specialteams“, resümierte Teal Fowler nach dem Erfolg. Der Adler-Coach fuhr fort: „Speziell gegen so eine gute Offensive wie der Ingolstadts zu null gespielt zu haben freut mich. In den letzten Wochen hatten wir öfter auch Pech, aber heute haben wir die Tore im richtigen Moment geschossen. Ich muss meiner Mannschaft, die großen Kampf gezeigt hat, ein Lob aussprechen.“

Bob Manno erklärte anschließend: „Wir haben eigentlich nicht schlecht gespielt – nur eben unsere Chancen nicht genutzt. Uns hat heute einfach das nötige Glück gefehlt. Meiner Mannschaft steckte sicherlich noch die Rückfahrt aus Hamburg, die elf Stunden gedauert hat, in den Knochen. Wir müssen jetzt schauen, dass wir vor der Pause noch genügend Punkte sammeln, um unsere aussichtsreiche Position halten zu können.“

Last changed: Feb 05 2010 at 11:59 PM

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