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DEL: DEG gewinnt Derby

Eishockey
Posted by Sebastian (admin) on Mar 06 2010
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Die DEG Metro Stars haben sich im rheinischen Derby vor 18.523 Zuschauern mit 4:3 (0:0, 1:2, 3:1) durchgesetzt und durch den Erfolg den Rückstand auf die zweitplatzierten Wolfsburger verkürzen können. Diese unterlagen bei den Adlern mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:1). Durch den Dreier ist Mannheim jetzt nur noch drei Punkte von der direkten Qualifikation zum Viertelfinale entfernt.

Von der Niederlage der Haie profitierten Iserlohn und Krefeld. Die Roosters verbesserten sich nach einem 4:3 (1:2, 1:1, 2:0) in Hamburg auf Rang zehn und auch Krefeld zog an Köln vorbei. Die Pinguine feierten in Ingolstadt einen deutlichen 7:2 (2:0, 2:1, 3:1)-Erfolg. Um seinen neunten Platz bangen muss auch Augsburg, das den Frankfurt Lions 1:3 (0:0, 0:3, 1:0) unterlag und jetzt nur noch drei Punkte vor dem Elften liegt. Etwas Luft nach unten haben sich die Thomas Sabo Ice Tigers erspielt. Sie gewannen in Straubing mit 5:2 (3:2, 2:0, 0:0) und haben jetzt sieben Zähler Vorsprung auf den Siebten.

Grizzlys nutzen die Chancen nicht

Vor 10.442 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena waren die Gäste aus Wolfsburg im ersten Durchgang das bestimmende Team, aber die Adler markierten durch Francois Methot (3.) die frühe Führung. Ken Magowan (12.) konnte für die Gäste jedoch ausgleichen und so ging die Partie mit einem Remis in die erste Pause.

Anschließend hatte der EHC zahlreiche Möglichkeiten selber in Front zu gehen, doch entweder wurde der Kasten verfehlt oder Adler Goalie Fredrick Brathwaite war zur Stelle. In den letzten 20 Minuten präsentierten sich die Hausherren überlegen und schlossen die Niedersachsen zeitweise in der eigenen Verteidigungszone ein. Einen Angriff konnte schließlich Ronny Arendt (53.) zum 2:1-Endstand verwandeln.

„Ich bin einverstanden mit der Leistung meines Teams. Meine Jungs haben engagiert gespielt“, sagte Wolfsburgs Coach Anton Krinner und fuhr fort: „Mit dem Ergebnis kann ich natürlich nicht zufrieden sein. Ich bin überzeugt, jeder der das Spiel gesehen hat stimmt mir zu, dass genauso gut auch wir hätten gewinnen können. Wir haben es aber versäumt, den Sack im zweiten Drittel zu zumachen und wie es dann eben so ist, trifft Mannheim. Es war ein sehr gutes Spiel beider Mannschaften. Mannheim hat gezeigt, warum es zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen hat. Ich denke, beide teams werden am Ende noch ein Wörtchen mitreden.“

Auf Seiten der Adler stimmte Teal Fowler seinem Kollegen zu und fügte an: „Der Schlüssel zum Sieg war das zweite Drittel, wo wir dem Wolfsburger Druck widerstehen konnten. Im dritten Drittel hatten wir dann das Momentum und konnten Druck machen. Nachdem wir unser Tor geschossen haben, konnten wir den Vorsprung bis ins Ziel retten.“

Daniel Keutzer dreht das Spiel

Vor der Saisonrekordkulisse von 18.523 Zuschauern in der LANXESS Arena hatten die Haie bereits früh eine knifflige Situation zu überstehen. Nach einem Stockcheck mit Verletzungsfolge musste sich Haie-Verteidiger Stéphane Julien frühzeitig verabschieden und wenig später fanden sich die Gastgeber auch noch mit Feldspielern weniger auf dem Eis wieder. Die Domstädter überstanden das Unterzahlspiel jedoch unbeschadet und kurz vor der ersten Sirene hätten sie sogar noch in Führung gehen können, aber nach einem Fehlpass seiner Vorderleute war Jean-Sebastian Aubin auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel holten der KEC den Treffer jedoch nach. Martin Bartek (24.) überwand den Schlussmann der Metro Stars freistehend. Adam Courchaine (31.) sorgte zur Halbzeit für den Ausgleich, aber die Hausherren zeigten sich nicht geschockt. Einen Zwei auf Eins Konter schloss Bartek (39.) nach einer sehenswerten Kombination zur erneuten Führung ab.

Im Schlussdrittel folgte jedoch der Auftritt von Daniel Kreutzer, der die Partie zu einem Krimi machte. Zunächst glich der Kapitän der Düsseldorfer in der 46. Spielminute aus und nur 16 Sekunden später schoss er die DEG erstmals in Front. Ivan Ciernik (53.) konnte unter den Augen der Profis vom 1. FC Köln ein Powerplay zwar zum viel umjubelten Ausgleich nutzen, aber Evan Kaufmann (55.) stellte wenig später den alten Abstand wieder her und die Gäste brachten das Ergebnis über die Zeit.

„Das war kein Spiel, das war ein Event“, zeigte sich Haie-Trainer Bill Stewart von der Atmosphäre beim 187. rheinischen Derby beeindruckt. Bevor der Coach die Analyse der knappen Niederlage gegen Düsseldorf begann, sprach er vielen Haie-Fans aus der Seele und verneigte sich vor ihnen für die entgegen gebrachte Solidarität: „Ich möchte für die Unterstützung danken – der Stadt, den Zuschauern und den Medien. Man spürt, welche Leidenschaft mit den Kölner Haien verbunden ist. Ich bin stolz, Teil der Kölner Haie zu sein.“

Zur Partie meinte Stewart: „Wir haben in den letzten Spielen bewiesen, dass wir mit den Top-Teams der Liga wie Wolfsburg, Berlin und Düsseldorf mithalten können. Doch zwischen Erfolg und Versagen ist es ein schmaler Grat. Es kommt darauf an, wie man ins Spiel geht. Da bin ich nicht mit allen Spielern zufrieden. Die Mannschaft hat viel gegeben, aber sie muss noch mehr geben. Um einen Sieg in so einem Spiel feiern zu können, bedarf es einer Teamleistung von allen, doch wir waren nur bei 80%. Jetzt läuft uns die Zeit davon. Es gibt sehr viele Menschen, die viel Kraft und Zeit in die Kölner Haie investieren. Die Mannschaft muss das jetzt zurückzahlen.“

Düsseldorfs Verantwortlicher an der Bande, Harold Kreis, sagte: „Man hat heute gesehen, dass es für beide Mannschaften um sehr viel ging. Sie haben alles in die Wagschale geworfen um zu Punkten. Nach den beiden Toren Daniel Kreutzer war bei uns wieder Leben an der Bande. Heute haben die Kleinigkeiten entschieden.“

Powerplay wird für Straubing zum Bumerang

Nach einem Blitzstart der Tigers, Karl Stewart hatte nach nur zehn Sekunden getroffen, war Nürnberg hellwach und zog nach Treffern von Tyler Mosienko (9.), Eric Chouinard (17.) und Brad Leeb (20.), der in Unterzahl traf, auf 3:1 davon. Nur 24 Sekunden später machte aber Florian Schnitzer den Fauxpas aber wieder wett und stellte mit Ablauf des Powerplays den Anschluss wieder her.

Ab dem zweiten Drittel hatte Ice Tigers-Torwart Jimmy Waite zahlreiche Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Straubing machte gehörig Druck und bis zur Schlusssirene brachten die Niederbayern weitere 41 Schüssen auf seinen Arbeitsplatz – ein Tor wollte aber nicht gelingen. Stattdessen stellte Adrian Grygiel (31.) mit einem weiteren Shorthander den alten Abstand wieder her und 16 Sekunden vor der dem zweiten Gang in die Katakomben erhöhte Petr Fical zum frühen 5:2-Endstand.

„Wir haben den Start komplett verschlafen und Straubing hat den Fehler nach zehn Sekunden genutzt. Meine Mannschaft wollte aber unbedingt gewinnen und das hat man in der Folge gemerkt“, resümierte Ice Tigers-Coach Andreas Brockmann. „Respekt an Jimmy Waite – er hat uns mit guten Paraden im Spiel gehalten. Im letzten Durchgang haben wir taktisch sehr gut gespielt und uns im achten Anlauf endlich einen Sieg gegen Straubing geholt.“

Jürgen Rumrich meinte bei den Tigers: „Wir hatten alle Chancen das Spiel zu gewinnen. Wir sind extrem gut ins Spiel gestartet, aber Nürnberg hat heute sehr stark gespielt. Wir haben es einfach nicht geschafft den Puck an Jimmy Waite vorbei ins Tor zu bringen. Im dritten Drittel war Nürnberg taktisch sehr diszipliniert und ich denke, der Sieg geht in Ordnung.“

Krefelds Specialteams machen den Unterschied

In Ingolstadt machten die Pinguine schon im ersten Durchgang klar, wer heute Chef im Ring ist. Charlie Stephens (14.) legte für die Seidenstädter mit einem Treffer in numerischer Unterlegenheit vor und Patrick Hager (16.) legte nach. Nach dem Seitenwechsel war der berühmte Doppelpack zu Gast in der Saturnarena. Mit zwei Überzahltreffern binnen 90 Sekunden schraubten Boris Blank (29.) und Allan Rourke (31.) das Ergebnis auf 4:0 hoch.

Tyler Bouck (34.) konnte kurz darauf zwar auch den ERC auf den Videowürfel bringen, aber es blieb nicht mehr als ein kurzes aufbäumen. Daniel Pietta (43.) stellte mit einem weiteren Powerplaytor den alten Abstand wieder her und auch auf den Treffer von Thomas Greilinger (46.) fanden die Rheinländer eine Antwort. Charlie Stephens (57.) und Boris Blank (60.), der erneut in Überzahl erfolgreich war, besorgten das letztlich deutliche 7:2.

„Wir wussten, was uns in Ingolstadt erwarten wird. Der ERC ist ein gefährliches Team, aber unser erstes Tor hat uns Auftrieb gegeben. Wir haben und mehr Chancen erspielt und Scott Langkow hat hervorragend gehalten. Ich hoffe, wir können den Schub für die folgenden Spiele mitnehmen“, erklärte Krefelds Trainer Rick Adduono.

Sein Ingolstädter Kollege, Greg Thomson, meinte: „Wir brauchen das Spiel gar nicht schön reden. Unser Unterzahl war heute einfach schlecht. Das einzig positive waren heute die Zuschauer, die uns trotz allem unterstützt haben. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und schauen, dass wir uns am Sonntag in Wolfsburg anders präsentieren.“

Roosters lassen sich nicht abschütteln

Die Iserlohn Roosters präsentierten sich in Hamburg als Stehaufmännchen. Nach einem Unterzahltreffer von Francois Fortier (7.) und Vitalij Aab (14.), der bei angezeigter Strafe und sechs Feldspielern auf dem Eis zielsicher war, fanden die Sauerländer jeweils die passende Antwort. Zunächst war Michael Wolf (13.) erfolgreich und für den zweiten Ausgleich war Ryan Ready (28.) verantwortlich.

Auch als Clarke Wilm (39.) für die Freezers erneut vorlegte, gaben sich die Mannen vom Seilersee noch nicht geschlagen. Robert Hock (45.) stellte im Zusammenspiel mit Spannmann Michael Wolf das erneute Remis her und Adrian Veidemann (56.) schoss Iserlohn erstmals in Front. Hamburg versuchte noch in der Schlussminute mit sechs Feldspielern die Verlängerung zu erzwingen, aber die Gäste spielten die letzten Sekunden routiniert herunter.

„Ich bin sehr enttäuscht“, zeigte sich Freezers-Coach Paul Gardner zerknirscht. „Heute hat nur die Wilm-Reihe mit Aab und Fortier überzeugt; so kannst du kein Spiel gewinnen. Einige Spieler waren am Ende nicht spritzig genug. Für uns war das heute ein Schritt zurück."

Deutlich zufriedener zeigte man sich auf Seiten der Roosters- Trainer Ulrich Liebsch: „Es war ein enges und spannendes Spiel. Im zweiten Drittel sind wir besser in die Partie gekommen, im dritten hat sich mein Team eng an den Spielplan gehalten und große Moral bewiesen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, das waren wichtige drei Punkte!"

Polaczek trifft doppelt

Frankfurt war in Augsburg in Durchgang eins das dominante Team, nur Zählbares wollte trotz 18 Torschüssen nicht herausspringen. Erst nach der ersten Pause konnten sie Panther-Torwart Dennis Endras überwinden – dafür aber umso schneller. Aleksander Poalczek (22.) brachte den ersten Treffer auf den Spielbericht und fünf Minuten später war er mit dem 2:0 erneut zur Stelle.

Die Lions leisteten sich in der Folge unnötige Strafen und die Panther durften sich vier Minuten lang in numerischer Überlegenheit, zwei davon sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis, versuchen. Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Stattdessen legte Jeff Ulmer (38.) zum 3:0 nach. Erst Matt Ryan (53.) konnte für Augsburg verkürzen, aber mehr ließen die Gäste nicht mehr zu.

Last changed: Mar 06 2010 at 1:49 PM

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