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DEL: Berlin verliert im Penaltyschießen

Eishockey
Posted by Sebastian (admin) on Mar 07 2010
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Trotz eines 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)-Erfolgs in Nürnberg konnten die Adler aus Mannheim keinen Boden auf den Sechsten gut machen, da auch der ERC erfolgreich war. Die Ingolstädter setzten sich in Wolfsburg mit 4:1 (1:1, 0:0, 3:0) durch und verteidigten ihren Drei-Punkte-Vorsprung. Gleiches gilt für die Hannover Scorpions, die mit 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) gegen die Hamburg Freezers gewannen.

Goalies bestimmen Partie

In Nürnberg sollte es zu einem Spiel kommen, das bei weitem besser war, als es das knappe Ergebnis vermuten lassen sollte. Die Hausherren übernahmen vom Start weg das Kommando, aber Adler-Goalie Fredrick Brathwaite machte auch beste Chancen zunichte. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs kam Mannheim besser in die Partie, aber auch Ahren Spylo scheiterte an einem überragenden Schlussmann.

Nach dem Gang in die Katakomben begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und erspielten sich gute Chancen nur Tore wollten weiterhin nicht fallen. Die beste Möglichkeit hatte Michael Hackert, des aber bei seinem Alleingang an Patrick Ehelechner scheiterte. So wurde langsam klar, dass der erste Treffer die Entscheidung bringen sollte. In der 53. Spielminute jubelten die Gäste bereits, aber der Unparteiische hatte bereits abgepfiffen und konnte so den Treffer von Mario Scalzo nicht geben. Wenig später machten es die Adler dann aber besser.

Scott King bediente Ahren Spylo mit einem Zuckerpass und der musste nur noch den Schläger zur Führung hinhalten. Nach der Koproduktion der Ex-Nürnberger kannten die aktuellen Nürnberger nur noch eine Richtung und die hieß Fredrick Brathwaite, aber der hielt den knappen Vorsprung auch gegen sechs Feldspieler in der Schlussminute fest.

„Das war heute ein vorzeitiges Play-off-Spiel. Beide Teams haben eine sehr gute Defensive gezeigt. Dennoch müssen wir mehr Tore schießen, denn wenn man 1:0 verliert, ist das doppelt bitter“, erklärte Ice-Tigers-Goalie Patrick Ehelechner.

Ahren Spylo, der für eben jenes 1:0 gesorgt hatte, sagte: „Nach den schwierigen Phase haben wir vor der Pause bereits Charakter gezeigt und konnten die Form bis heute halten. In Nürnberg ist es immer schwer zu gewinnen und umso mehr freue ich mich über den Sieg.“

Sein Coach, Teal Fowler, meinte: „Uns war bereits vor dem Spiel klar, dass Nürnberg mit viel Druck aus der Kabine kommen würde. Der Schlüssel zum Sieg war dann, dass wir das 0:0 nach dem ersten Drittel halten konnten. Wir haben Geduld gezeigt und auch in Unterzahl als wir im letzten Durchgang viele unnötige Strafen kassiert haben, gut verteidigt. Letztlich war dann Ahren Spylo zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“

Auf Seiten der Ice Tigers meinte Coach Andreas Brockmann: „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, aber wenn man keine Tore schießt, wird es schwierig. Man muss aber auch sagen, dass Fredrick Brathwaite sehr gut gehalten hat. Es hat sich irgendwann heraus kristallisiert, dass das erste Tor heute entscheiden würde und den Fehler haben dann eben wir gemacht. Mein Team hat aber gegen eine sehr gute Mannschaft sehr gut gespielt.“

Entscheidung im Schlussabschnitt

Auf der Jagd nach Rang sechs erwischten die Scorpions gegen Hamburg einen Start nach Maß und gingen durch Ben Cottrau (9.) in Führung. Als die Freezers jedoch das erste Mal in numerischer Überlegenheit agieren durften, ließen sie sich nicht lange bitten und glichen nach einem Schuss von Peter Ratchuk (18.) aus.

Kurz nach dem Seitenwechsel leistete sich Hannovers Klaus Kathan einen Check von hinten, doch diesmal sollte der Schuss im Powerplay für die Hanseaten nach hinten los gehen. Nikolaus Mondt (23.) wurde in Unterzahl von Martin Hlinka bedient und die Niedersachsen führten erneut. Hannover machte weiter Druck, verpasste es aber zunächst nachzulegen.

Das holten sie jedoch nach der zweiten Pause mit einem Blitzstart nach. Nur 40 Sekunden benötigte Matt Dzieduszycki um einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuschießen. Für die Entscheidung sorgte schließlich Adam Mitchell (58.). Für Hamburg konnte Clarke Wilm (60.) nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

„Wir konnten heute endlich einmal mit vier Reihen spielen, das hat uns gut getan. Mein Team hat großartig gekämpft. Wir haben verdient gewonnen und drei wichtige Punkte geholt", resümierte Hannovers Trainer Hans Zach.

Sein Gegenüber, Paul Gardner, sagte: „Wir haben sehr gut begonnen, es leider aber versäumt, unsere Anfangsüberlegenheit in Tore umzusetzen. Danach hat die Konzentration nachgelassen und wir haben zu viele Fehler gemacht. Hannover war die erwartet starke Kontermannschaft."

Hussey trifft doppelt

Nach der Niederlage vom Freitag und den Aufholjagd der Mannheimer war der der ERC vor dem heutigen Spiel zum Siegen verdammt, um nicht doch noch den sechsten Platz zu verlieren. Zunächst verpassten sie es aber im Powerplay in Führung zu gehen, aber dafür schlugen sie dann in Unterzahl zu. Matt Hussey (16.) hebelte die sonst so souveräne Überzahlformation der Grizzlys zur Führung aus.

Der EHC war jedoch nicht geschockt und glich in persona von Radek Kristan (19.) zügig aus. Dieses Ergebnis hatte dann auch lange Bestand. Erst Matt Hussey (51.) sorgte mit seinem zweiten Treffer wieder für Bewegung auf der Anzeige. Wolfsburg lief in der Folge die Zeit davon und so mussten die Niedersachsen versuchen mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen, aber Carl Corazzini (59.) nutzte die Gelegenheit zur Entscheidung. 15 Sekunden vor der Schlusssirene stellte Thomas Greilinger mit einem weiteren Empty Net-Treffer den 4:1-Endstand her.

„Ich bin überglücklich mit dem Sieg“, freute sich ERC-Trainer Greg Thomson anschließend. „Wir haben heute ein Spiel zweier guter Mannschaften gesehen, die bis zum Schluss gekämpft haben. Es war ein sehr gutes Eishockeyspiel.“

Anton Krinner meinte anschließend zum Spiel seiner Grizzlys: „Die Partie war auf einem sehr hohen Niveau. In so einem engen Spiel entscheidet dann ein Tor und als wir zurücklagen, waren wir nicht gut genug und haben die Zweikämpfe nicht gut gespielt. Manchmal muss man auch ein 1:1 in die Overtime bringen.“

Am Sonntag Abend spielten zudem

Die Krefeld Pinguine haben durch einen 6:4 (1:2, 3:1, 2:1)-Erfolg über den direkten Konkurrenten aus Augsburg den zehnten Platz erreicht und mit den Bayern zudem nach Punkten gleichgezogen. Ebenfalls 69 Punkte auf dem Konto haben jetzt die Kölner Haie, die bei Schlusslicht Kassel Huskies einen 6:3 (2:1, 1:1, 3:1)-Sieg einfuhren.

Im Spitzenspiel des 54. Spieltags setzten sich die DEG Metro Stars nach Penaltyschießen mit 3:2 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0) gegen die Eisbären Berlin durch. Die Rheinländer profitierten damit von der Niederlage der Grizzly Adams Wolfsburg am Nachmittag und verkürzten auf den Zweiten der Tabelle. Einen wichtigen Sieg feierten auch die Frankfurt Lions, die durch ein 3:2 (2:2, 0:0, 1:0) über die Straubing Tigers ihren Platz in den Top-6 festigten.

Pinguine holen Rückstand auf

Gegen direkten Konkurrenten aus Augsburg, nur drei Punkt trennen die Panther von den Pinguinen, kam Krefeld früh in Rückstand. Nach nur 45 Sekunden hatte Matt Ryan die Gäste in Front gebracht und in zweifacher Überzahl legte Brett Engelhardt (13.) das 2:0 nach. Die Seidenstädter fanden jedoch schnell die passende Antwort und verkürzten durch Michail Kozhevnikov (15.) schnell.

Darin Olver (22.) konnte zwar nachdem Seitenwechsel den alten Abstand wieder herstellen, aber Krefeld zeigte sich nicht geschockt. Herberts Vasiljevs (30.) und Boris Blank (33.) stellten die Partie zurück auf null und Michael Endraß (40.) schoss die Hausherren kurz vor der zweiten Pause erstmals in Front. Die Rheinländer blieben weiter am Drücker und Daniel Pietta (43.) konnte den Vorsprung weiter ausbauen. Patrick Hager (51.) sorgte mit seinem Schuss in die Maschen für die Vorentscheidung – Colin Murphy (57.) konnte nur zum 6:4-Endstand verkürzen.

„Es war nicht einfach nach dem 3:1 zurückzukommen, aber meine Mannschaft hat gegen einen explosiven Gegner Moral bewiesen und ist selber zur Höchstleistung aufgelaufen. Am Ende geht der Sieg in Ordnung und wir haben wieder alle Perspektiven“, freute sich Rick Adduono über den Sieg seiner Krefelder.

Larry Mitchell resümierte auf Seiten der Panther: „Wir haben sehr gut begonnen und konnten in Überzahl das 2:0 nachlegen, aber dann fiel der unglückliche Anschluss als einem unserer Verteidiger der Schläger gebrochen ist. In der neutralen Zone haben wir gut gearbeitet, aber in unserer eigenen Endzone haben wir dem Gegner zu viele Freiräume gelassen. Dennoch hätten wir auch noch das 4:1 erzielen können, aber Krefeld kam wieder zurück. Der Treffer von Daniel Piette hat uns dann das Genick gebrochen.“

Unterzahltore bringen Haie ins Spiel

Kassel begann die Partie gegen die Haie druckvoll und ging bereits in der vierten Spielminute durch Josh Soares in Überzahl in Führung. Als Bryan Adams auf Seiten des KEC in die Kühlbox wanderte, hatten die Hessen die Gelegenheit das Ergebnis auszubauen, doch stattdessen markierte Ivan Ciernik per Alleingang den Ausgleich. Kaum von der Strafbank zurück konnte Adams wieder den Gang auf das Sünderbänkchen antreten und diesmal traf Marcel Müller für die Gäste in numerischer Überlegenheit.

Fabio Carciola (26.) konnte für das Schlusslicht im zweiten Durchgang egalisieren und wenig später jubelten die Huskies erneut, doch dieser Treffer konnte nicht anerkannt werden, weil zuvor eine Strafe gegen die Gastgeber angezeigt wurde. Es kam wie es kommen musste. Kassel wurde auf vier Mann zurück gestellt und Dusan Frosch (31.) traf zum 3:2. Die Partie blieb weiter spannend und die Nordhessen machten Druck belohnt wurden sie durch Ryan Kraft (50.) der das erneute Remis herstellte.

Dusan Frosch (55.) traf jedoch noch ein zweites Mal und Bryan Adams, der die beiden ersten Tore des KEC zuvor „vorbereitet“ hatte, machte den Doppelschlag binnen 20 Sekunden perfekt. Für die Entscheidung sorgte schließlich Martin Bartek (59.).

„Das waren drei sehr wichtige Punkte für uns. Kassel hat hart gearbeitet und alles versucht. Die nächsten fünf Spiele haben sehr hohe Bedeutung für uns. Da müssen wir spielen wie heute. Unsere Leistung war OK“, sagte Kölns Trainer Bill Stewart nach der Partie.

Rankel und Collins treffen doppelt

In einem ausgeglichen ersten Durchgang konnte André Rankel (12.) den Meister mit einem Schuss von der blauen Linie in Führung schießen. Mit der Führung im Rücken bekamen die Berliner Oberwasser und bestimmten den zweiten Durchgang, aber die Metro Stars zeigten sich effektiver. Rob Collins (26.) nutzte das einzige Powerplay der Rheinländer im zweiten Durchgang zum Ausgleich.

Nach der zweiten Pause fanden sich die Eisbären in zweifacher Unterzahl wieder und erneut war Rob Collins zur Stelle. Mit Ablauf der ersten Strafe schoss er Düsseldorf in der Neuauflage der letztjährigen Finales erstmals in Front. André Rankel machte es Collins jedoch gleich und erzielte nur drei Minuten später ebenfalls seinen zweiten Treffer und da in der regulären Spielzeit keine weiteren Tore mehr fallen wollten, ging die Partie in die Verlängerung. Auch hier zeigten sich die beiden Torhüter von ihrer besten Seite und so musste der Sieger im Penaltyschießen gefunden werden. Dieses beendete Brandon Reid, der den entscheidenden Versuch verwandelte.

„Kompliment an die Metro Stars. Sie sind eines der schnellsten Teams der Liga und haben sehr gut gespielt. Ich bin aber auch stolz auf meine Mannschaft. Sie versucht immer hohes Tempo zu gehen – ich bin dennoch zufrieden“, zeigte sich Eisbären Coach Don Jackson als guter Verlierer.

Harold Kreis, Trainer der DEG Metro Stars, meinte: „Wir wollten den Schwung aus dem Derbysieg am Freitag mitnehmen. Spiele gegen Berlin sind immer Geduldsspiele. Sie machen viel Druck und da muss man auf seine Chancen warten. Oft entscheiden Kleinigkeiten und heute haben wir die Kleinigkeiten richtig gemacht.“

Gawlik mit Doppelschlag

In Frankfurt fanden die Hausherren vor 6.400 Zuschauern gut in die Partie. In der siebten Spielminute war der berühmte Doppelschlag zu Gast am Ratsweg. Christoph Gawlik war binnen 33 Sekunden zweimal erfolgreich für die Lions. Die Hessen leisteten sich in der Folge jedoch zwei Strafen und zweimal schlugen die Gäste zu. Zunächst traf Karl Stewart (12.) zum Anschluss und vier Sekunden vor dem ersten Seitenwechsel hatte dann William Trew die Partie wieder egalisiert.

Frankfurt schmiss in der Folge alles nach vorne, doch Mike Bales im Tor Straubing ließ sich einfach nicht überwinden. Erst Josh Langfeld (39.) konnte ein weiteres Überzahlspiel nutzen. Im Schlussabschnitt agierten die Hausherren clever und ließen kaum Chancen der Tigers zu. Das Team von Coach Jürgen Rumrich versuchte noch mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen, aber auch der Versuch war nicht von Erfolg gekrönt.

„Wir haben Frankfurt im ersten Drittel zu viele Chancen gegeben, aber Mike Bales hat uns mit tollen Paraden im Spiel gehalten. Wir haben das Ergebnis in der Folge ausgeglichen gestalten können, müssen aber in der Defensive besser spielen, um solche Spiele zu gewinnen“, analysierte Jürgen Rumrich.

Sein Gegenüber, Rich Chernomaz, der auf sieben Stammspieler verzichten musste, sagte: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet und hätten das Spiel früher entscheiden können. Ich bin stolz auf mein Team – das war ein richtiger Kraftakt. Wenn wir am Dienstag in Krefeld genauso spielen kommen wir unserem Ziel hoffentlich noch etwas näher.“
 

Last changed: Mar 07 2010 at 10:44 PM

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